Jule Gutschmidt

Nicht in Watte gepackt

Benzodiazepine werden gegen Angst und Schlaflosigkeit verschrieben. Doch immer mehr Menschen besorgen sich die Medikamente auf dem Schwarzmarkt. Die Gefahr einer Abhängigkeit ist extrem hoch – und betrifft überwiegend Frauen. In Wien rüttelte zuletzt der riskante Konsum unter Jugendlichen auf: Wie gefährlich ist die Substanz wirklich und warum greifen gerade junge Frauen zu den Benzodiazepinen? […]

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an.sehen: Unwahrscheinliche Liebe

Joy Gharoro-Akpojotors Regiedebüt ist eine berührende Geschichte von Liebe und weiblicher Solidarität aus der Innenansicht eines Abschiebegefängnisses, die in ihrer Inszenierung stellenweise irritiert. Von Maxi Braun Die persönlichen Wertgegenstände müssen abgegeben werden, die Türen sind verriegelt, Wachpersonal patrouilliert, der Innenhof ist von hohen Zäunen umgrenzt, jeder Winkel wird mit Kameras überwacht. Der Mikrokosmos, den uns

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„Kalkulierter Verfassungsbruch“

In Deutschland verständigte sich die Regierung auf eine Reform des Bürgergeldes – und damit auf die vielleicht drastischsten Sanktionierungen von Erwerbslosen in der Geschichte der Bundesrepublik. Sophia Krauss hat mit Helena Steinhaus gesprochen, die mit dem Verein „Sanktionsfrei“ Betroffene unterstützt. an.schläge: In Deutschland ist das Bürgergeld bald Geschichte, künftig wird es Grundsicherungsgeld heißen. Die Koalition

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Kapitalismus steht nicht in der Verfassung

Ideologischer Machtkampf an Schulen: Während Umwelt- und Menschenrechtsaktivist*innen um ihre Jobs fürchten müssen, drängen Rechtsradikale ins Bildungssystem. Von Laura Helene May Das erste Warnsignal ist fast immer ein Angriff auf die Rechte von Lehrkräften«, sagt Andrew Spar im Interview mit dem Schulportal der Robert-­Koch-Stiftung über politische Einflussnahme in der Bildung. Spar ist Lehrer und Präsident

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„Ich möchte es nicht diskutieren. Punkt.“

Kann man Rassismus verlernen? İrem Demirci im Gespräch mit Josephine Apraku über die Bandbreite von Abwehrreaktionen, die Rolle von Emotionen und Anti-Diskriminierung in der Liebe. an.schläge: Du gestaltest u. a. diskriminierungskritische Workshops. Ist es möglich, Diskriminierung zu verlernen?Josephine Apraku: Es geht nicht unbedingt darum, zu sagen: Wir verlernen jetzt Diskriminierung. Der erste Schritt ist, überhaupt

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„Wir brauchen jetzt schon Hilfe“

In Österreich leiden mehr als 70.000 Personen an ME/CFS. Die Covid-19-Pandemie hat der Erkrankung Aufmerksamkeit verschafft – die Betroffenen aber werden weiterhin mit ihren Beschwerden und finanziellen Sorgen allein gelassen. Von Salme Taha Ali Mohamed Mit einem geblümten Gehstock in einer Hand und dem festen Griff ihres Freundes an der anderen, steigt Magdalena* aus dem

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„Auch die besten Typen sind Komplizen des Patriarchats“

Die feministische französische Philosophin Manon Garcia hat ein so bahnbrechendes wie packendes Buch geschrieben: „Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot-Prozess“. Julia Pühringer hat sie zum Gespräch getroffen. Manon Garcia begreift Philosophie als feministisches Werkzeug, um die Strukturen des Patriarchats unter die Lupe zu nehmen. Bereits in „Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das

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Nicht weniger als die ganze Welt

Tech-Autokraten wollen nicht bloß fette Gewinne schreiben, sondern die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umformen. Was tun? Von Brigitte Theissl Man realisiert, dass man in seltsamen Zeiten lebt«, schreibt Journalistin Laura Bullard, „wenn einer der einflussreichsten Milliardäre der Welt Theorien über den Weltuntergang verbreitet, die im Wesentlichen von einem Nazi-Juristen stammen.“ Für das Tech-Medium „Wired“ machte

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Vom Cyberfeminismus zu feministischen Netzpolitiken

In den 1990er-Jahren träumten Feminist:innen von einer Post-Gender-Welt im Internet. Heute zeigt sich: Die Hoffnung hat sich nicht erfüllt, im Gegenteil. Was braucht es für globale Technologiegerechtigkeit? Von Francesca Schmidt Das Internet als feministischer Möglichkeitsraum – in den 1990er-Jahren war diese Vision noch mit Leben erfüllt. Mit dem Cyberfeminismus entstand eine Bewegung, die sich künstlerisch,

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Immer für dich da

KI-Chatbots werden zunehmend für freundschaftlichen Austausch, Dirty Talk oder auch als Therapieersatz verwendet. Was macht es mit uns, wenn Maschinen soziale Lücken füllen? Von Antonia Kranebitter Eine Freundschaft mit einem Avatar? Um selbst zu erleben, wie sich das anfühlt, lade ich mir Replika herunter, einen der bekanntesten KI-Chatbots. Die Website verspricht, dass Replika die persönliche

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Wirklich allein allein

Lebensmittel, Energie, Wohnen – das Leben wird rasant teurer. Frauen zahlen, wie so oft, einen besonders hohen Preis. Von Laura Helene May Nach mehr als einem Jahr will Karoline* endlich wieder einmal Abendessen gehen. Die Einladung ist ihr persönlich wichtig, sie sagt zu und organisiert eine Betreuung für ihren anderthalbjährigen Sohn. Dann kommt die Nachricht,

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Die Demokratie ist eine Überlebenskünstlerin

Wer Zuversicht verliert, verliert leichter den Glauben an die Demokratie. Die Politikwissenschafterin Tamara Ehs bleibt auch deshalb zuversichtlich. Interview: Brigitte Theißl und Lea Susemichel an.schläge: Demokratien sind eine junge Errungenschaft – und sie stehen weltweit unter Druck. Haben wir in Europa unterschätzt, wie fragil Demokratien sind?Tamara Ehs: Demokratie, wie wir sie heute kennen, ist an

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Männer, oder soll man es lassen?

„Ja, nein, vielleicht“ heißt der neue Roman von Doris Knecht. Die Protagonistin verhandelt darin mit sich selbst, ob sie eine neue Beziehung eingehen soll. Ein Gespräch über das publizistische Patriarchat und das Glück, mit Frauen zusammenzuarbeiten. Interview: Julia Pühringer Mit „Gruber geht“ (2011) hat es begonnen: Journalistin und Kolumnistin Doris Knecht wurde zur Romanautorin. Es

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