satira – an.schläge – Das feministische Magazin https://ansch.4lima.de Fri, 08 Mar 2024 04:41:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://ansch.4lima.de/wp-content/uploads/2024/10/cropped-favicon-32x32.png satira – an.schläge – Das feministische Magazin https://ansch.4lima.de 32 32 Die Oma wird’s schon schaukeln! https://ansch.4lima.de/die-oma-wirds-schon-schaukeln/ https://ansch.4lima.de/die-oma-wirds-schon-schaukeln/#respond Fri, 08 Mar 2024 04:25:13 +0000 https://anschlaege.at/?p=116447 »Die halten mich auf Trab!«, stößt sie, freudig dem Nachnachwuchs hinterherhechelnd, hervor. Eh so vü liab, die Enkerln! Vielleicht widmet sie sich ihnen bald ganz, ganz und gar, mit Haut, Haar und allem andern, den Knochen und den Nerven, die jetzt leider manchmal so gegenwärtig sind. Der Herr Bundeskanzler hat es geträumt. Viel schöner als […]]]>

»Die halten mich auf Trab!«, stößt sie, freudig dem Nachnachwuchs hinterherhechelnd, hervor. Eh so vü liab, die Enkerln! Vielleicht widmet sie sich ihnen bald ganz, ganz und gar, mit Haut, Haar und allem andern, den Knochen und den Nerven, die jetzt leider manchmal so gegenwärtig sind. Der Herr Bundeskanzler hat es geträumt. Viel schöner als so eine Fremdlingsbetreuung! Karenz-Oma! Wie proaktiv das klingt! Wie systemrelevant!

Sie hat eh schon Übung, einmal mindestens schon hat sie ewig lang den Haushalt geschmissen statt hingeschmissen und viel Lego gespielt und Sandkuchen gebacken und Kreatives getrieben mit den Lieben, Karenz hieß der Zustand, sie war immer die Zuständige. Kann das also eh! Zwar hat ihre Nicht-Karriere da einen Knick bekommen und sie einen Knacks, nein, stimmt nicht, nur ein kleiner Scherz unter alten Freundinnen, aber was sind schon Geld und Ruhm? Verglichen mit dem trauten Glück der Herde am Herd?

Sie ist ja dann schon geübt, auch und v. a. im Zurückstecken, damit andere vorpreschen können. Oder müssen. Und was braucht man denn noch in dem Alter? Bestimmt keine Karriere, die leuchtenden Kinderaugen wiegen das auf. Die Kassa-Brille ist eh a schee, und sie wird doch nicht so eine Ego-Alte sein, nichts als Weinwandern und Vietnam-Reisen und Abhängen mit den Freundinnen im Kopf?

Viele alte Dramen sind zwar in PennSion und kriegen dann wohl nix, aber wer denkt schon an den schnöden Mammon, ist Kinderlachen nicht unbezahlbar? Oder sie sind nicht in PennSion und werden es auch nie sein, weil sie einst auf den verwegenen Gedanken kamen, „bei den Kindern“ zu bleiben. Weil sie nicht nur Kinder kriegen und haben wollten, sondern sogar mit ihnen sein wollten. Sie hatten das Unbezahlbare gewählt und das wurde ihnen heimgezahlt. Aber trotzdem, sie sind doch Profis, könnten sie nicht noch mal ran?

Hat so eine Großmutter nicht ein Herz wie ein Bergwerk? Irgendeine muss ja zuständig sein für Fläschchen, Bäuerchen und Windeln. Bis dass der Herzinfarkt sie in die Windeln prackt.

MICHÈLE THOMA, ü70, ist nicht in Pension und wird es nie sein. Sie hat ja nicht gearbeitet. Nur vier Kinder groß-„gezogen“!

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Der Tod ist der beste Orgasmus https://ansch.4lima.de/der-tod-ist-der-beste-orgasmus/ https://ansch.4lima.de/der-tod-ist-der-beste-orgasmus/#respond Fri, 02 Sep 2022 10:49:16 +0000 https://anschlaege.at/?p=80243 Illustration: Sabrina WegererMichèle Thoma Diese tröstliche Botschaft verhieß Lotte Ingrisch, Gespenster­expertin, Jenseitsforscherin und Verfasserin von Büchern wie „Der Himmel ist lustig“ oder „Geisterknigge“ mir schon 2007. Das Interview in ihrem Zuhause in der Hofburg dauerte Stunden, aber was ist schon Zeit? Gibt es sie überhaupt, und gibt es uns überhaupt, und wenn, wie oft, und wo und […]]]> Illustration: Sabrina Wegerer

Michèle Thoma

Diese tröstliche Botschaft verhieß Lotte Ingrisch, Gespenster­expertin, Jenseitsforscherin und Verfasserin von Büchern wie „Der Himmel ist lustig“ oder „Geisterknigge“ mir schon 2007. Das Interview in ihrem Zuhause in der Hofburg dauerte Stunden, aber was ist schon Zeit? Gibt es sie überhaupt, und gibt es uns überhaupt, und wenn, wie oft, und wo und wann? Unsere gerade aktuellen Verkörperungen hatten sich bei einer Tafel Schokolade in einem düsteren Raum mit wenig rustikalem Mobiliar installiert, Katzen huschten herum. Die stellte sie mir einzeln vor, auch die längst verblichenen, einige von ihnen kamen immer noch auf Besuch. So wie ihre Freund*innen und Bekannten, längst waren sie in anderen Dimensionen unterwegs, aber immer gern gesehene Gäste. Sie kamen einfach so hereingeschneit, hereingespukt, wie es ihnen passte, wenn Lotte Ingrisch es sich wie jeden Abend gemütlich bei Schoko­lade und Rotwein machte. Sie waren immer willkommen. Einsam war Lotte Ingrisch nie.

Sie diskriminierte auch Naturwesen nicht und plädierte für den Artenschutz von Gespenstern. Ihren verstorbenen Mann, den Komponisten Gottfried von Einem, hatte sie schon zu Lebzeiten Bärenfräulein genannt. Alle Zustände und Identitäten waren ihr fließend. Physik, Philosophie, tiefste Einsichten und weiteste Aussichten servierte sie in einer beinahe kindlichen und poetisch-witzigen Sprache: Bewusstseinserweiterung und -erheiterung! Lustig ist der Jenseits-Trip zwar nicht immer, praktische Tipps gibt die Expertin, wie man traurige „Tote“ aufmuntert und selber „tot“ sein trainiert. Der wirkliche Horror aber war für die Sterberechtlerin unerlöst an Schläuchen und Kabeln zu hängen, der lebendige Tod in Pflegeheimen, der die meisten Alten erwartet.

Lotte Ingrisch war quicklebendig, aber konnte den Tod kaum erwarten.

„An etwas Schönes denken, tief ausatmen und loslassen!“, lautete einer ihrer Sterbetipps. Warum auch nicht, wartete doch der Orgasmus des Lebens!

Nach wenigen Tagen im Spital ist die 94-Jährige „gestorben“. Endlich auf Reisen!

Michèle Thoma empfindet keine Vorfreude beim Gedanken an das Hinscheiden.

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satira: Er war so verzweifelt https://ansch.4lima.de/er-war-so-verzweifelt/ https://ansch.4lima.de/er-war-so-verzweifelt/#respond Mon, 31 Aug 2020 12:41:57 +0000 https://anschlaege.at/?p=23997 Illustration: Sabrina WegererNachdem Postler Herbert aus dem Weinviertel der Gattin den Garaus gemacht hatte, kam es in den Medien zu allerhand Beileidsbekundungen. Beigelitten wurde ausgiebig, was hatte den armen Postler Herbert nur dazu getrieben? Ausgerechnet Herbert. Er ist Postler im Ruhestand, im bestimmt wohlverdienten Ruhestand, immerhin ist Herbert 88. Er war immer gesellig und allseits beliebt. Eben […]]]> Illustration: Sabrina Wegerer

Nachdem Postler Herbert aus dem Weinviertel der Gattin den Garaus gemacht hatte, kam es in den Medien zu allerhand Beileidsbekundungen. Beigelitten wurde ausgiebig, was hatte den armen Postler Herbert nur dazu getrieben? Ausgerechnet Herbert.

Er ist Postler im Ruhestand, im bestimmt wohlverdienten Ruhestand, immerhin ist Herbert 88. Er war immer gesellig und allseits beliebt. Eben noch hatte er Ribiseln geerntet, mit der Seinigen. Und dann so was.

Er hatte sich zurückgezogen, seit Wochen, der Alte war nicht mehr der Alte, grübelten die Nachbar_innen. War er vielleicht krank, rätselte Mann auf oe24.at. Also etwas, an dem Mann hätte sterben können, mit beinahe neunzig? Und war er darob derart verzweifelt, dass er zur Verzweiflungstat schritt? Aus purer Fürsorglichkeit? Weil er die Gattin nicht allein lassen wollte, fühlten die Mannen auf oe24.at schon mal mit.  

Er nahm sein Geheimnis mit ins Grab, die Seinige leider auch. Halt, nein! Uff, Ersteres verschob er im letzten Augenblick noch, kein Stress, stattdessen marschierte er ins zuständige Polizeikommissariat und stellte sich wie ein Mann.

Herbert harrt jetzt der Strafe, aber wahrscheinlich war er eh schon gestraft genug gewesen. Mit derjenigen. Wer sie war, außer dass sie Ribiseln sammelte und Kinder hatte, mit ihm, erfuhren wir nicht, und dann war schon wieder was anderes, Beirut und Bank im Burgenland, ein bisschen Verschnaufpause auch. Bevor der Nächste verzweifelt.

Weil sie ihn verlassen will, zum Beispiel. Da muss sich eine natürlich nicht wundern. Nicht nur in den Kreisen, in denen Gehen ein No-Go ist. Ihn verlassen! Allein! Lassen! Mama! Kein Wunder, dass das Messer plötzlich steckt, in ihr. Die Weiber bringen die Männer um den Verstand. Und die sie dann um. Logisch.

Oder er verzweifelt, weil sie ihn nicht verlässt. Weil sie in Windeln im Rollstuhl sitzt, zum Beispiel. Weil sie alt ist und seine Mutter oder alt und seine Frau. Weil sie ein Pflegefall ist. Er war so überfordert, ein mitleidiges Murmeln breitet sich aus, das den armen Hinterbliebenen wärmt wie ein Mantel.  

Es ist wirklich zum Verzweifeln!

Michèle Thoma, die auf die Hundert zugeht, verzweifelt so langsam.

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satira: Zahnpasta in die Vagina https://ansch.4lima.de/satira-zahnpasta-in-die-vagina/ https://ansch.4lima.de/satira-zahnpasta-in-die-vagina/#respond Sun, 24 Nov 2019 23:02:13 +0000 https://anschlaege.at/?p=15107 Illustration: Sabrina WegererDas klingt gut. So einfach, so bodenständig. Und auch so billig. Schnell, praktisch, günstig. Was will frau mehr? Weil einfach ist das ja nicht mit dieser Vagina. Diesem Loch Ness, puh, der reinste Monsterfilm. Diese dramatischen, purpurroten Vorhänge, das ganze Gehänge. Diese Schlabberlippen. OMG, so kann frau sich nicht präsentieren! Wenn der Richtige kommt, oder […]]]> Illustration: Sabrina Wegerer

Das klingt gut. So einfach, so bodenständig. Und auch so billig. Schnell, praktisch, günstig. Was will frau mehr?
Weil einfach ist das ja nicht mit dieser Vagina. Diesem Loch Ness, puh, der reinste Monsterfilm. Diese dramatischen, purpurroten Vorhänge, das ganze Gehänge. Diese Schlabberlippen. OMG, so kann frau sich nicht präsentieren! Wenn der Richtige kommt, oder die Richtige, und das unter die Lupe nimmt! Und dann Reißaus, und schon ist es aus. Kein Marsmensch will diesen Venushügel erklimmen! Nicht mal mehr einen anständigen Porno-Job kann frau mit so was kriegen.
Gott sei Dank gibt es schon viele Angebote. Immer mehr Chirurg_innen haben erkannt, was frau mitmacht da unten. Wo sie lieber nicht hinschaut, weil sie sich nicht traut, und wenn ist es zu spät und sie kommt auf den Horrortrip. Wegen der Unterwelt. Von wo es ja auch noch dramatisch blutet, und plötzlich kommt was raus, sogar wer, und schreit sie an. Was sie sieht, ist so schröcklich! Bei den andern ist es bestimmt Lilifee. Schmetterlingsflügel.
Immer mehr Chirurg_innen wollen uns befreien, wir müssen unser Schicksenschicksal nicht mehr tragen. Einfühlsame Ärzte und dünne, blonde Ärztinnen, die sehr straff ausschauen und uns motiviert anschauen, entfernen unmotiviert herumhängende Hautjammerlappen. Unsere Vaginen können gestrafft, verengt und sogar verjüngt werden, aber auch cosy gepolstert. Beschneidungen werden ambulant angeboten, Labienliftings to go! Immer mehr Frauen nehmen diese Hilfe in Anspruch, manche gönnen sie sich, wollen sich öfters was Gutes tun!
Aber auch Angsthäsinnen und welche mit kleinem Börserl müssen nicht verzweifeln. Weil jetzt gibt es Zahnpasta! Für uns alle super. Frau muss nicht mal Inhaberin einer Vagina Dentata sein. Hat denselben Effekt wie eine OP und tut nicht weh. Auch noch gut gegen Gebärmuttermundgeruch, davon war noch nicht mal die Rede. Dann noch ein Schamlippenstift und alles wird geil.

 

Michèle Thoma hat ein Faible für Hausfrauenweisheit und begrüßt diesen bodenständigen Trend.

 

 

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satira: Fuck You, Peter? https://ansch.4lima.de/satira-fuck-you-peter/ https://ansch.4lima.de/satira-fuck-you-peter/#respond Fri, 11 Oct 2019 11:02:21 +0000 https://anschlaege.at/?p=13643 Illustration: Sabrina WegererI had heard of all these men, mostly middle-aged white men, who hate on Greta Thunberg, but I never thought it was as bad as it turned out to be when I made the huge mistake of diving into a Google orgy by typing in „fuck you Greta bumper stickers“ (a Facebook „friend“ proudly posted […]]]> Illustration: Sabrina Wegerer

I had heard of all these men, mostly middle-aged white men, who hate on Greta Thunberg, but I never thought it was as bad as it turned out to be when I made the huge mistake of diving into a Google orgy by typing in „fuck you Greta bumper stickers“ (a Facebook „friend“ proudly posted a picture of his car carrying that sticker, he‘s deleted it now, and I hope his car dies!) and „white middle aged men hating Greta Thunberg“. Jesus Christ! High-profiled, grown up men; politicians, millionaires, CEOs; most of them fathers, all of them using social media to bully and puke hatred towards a 16-year-old girl. Adult men twittering about how they wish she would drown in the Atlantic, calling her a freak, a psycho and making jokes online about badly hidden rape fantasies. And when journalists write articles about the horrendous phenomenon of all these middle-aged white men and their hate obsession, they get attacked and accused of misandry in the comment section, where furious middle-aged white men fail to say a word about the horrifying verbal abuse that Greta is facing, but instead cry rivers because they are the real victims here, victims of evil attacks on poor innocent men, victims of generalisation. How is this real??? That made me wonder if it would look like this if Greta were an eloquent, calm 16-year-old boy with a similarly proper hair cut by the name of Peter. Would they hate as loudly? Would they hate at all? And then I took it a step further and tried to imagine hoards of middle-aged white women hating on Peter, screaming „Peter, you fucking freak!“ to a child, picking up their kids from school in SUVs with „fuck you Peter“-bumper stickers on them.
Can you see it? Can you visualise this in your wildest imagination? No? Yeah … neither can I!

 

Denice is of the opinion that middle-aged white men hate being called that because they think that they are just simply the „people“. Nothing makes them madder than being labelled. So let‘s label them. A lot!

 

 

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satira: Stranger than Fiction https://ansch.4lima.de/satira-stranger-than-fiction/ https://ansch.4lima.de/satira-stranger-than-fiction/#respond Fri, 28 Jun 2019 21:29:45 +0000 https://www.anschlaege.at/feminismus/?p=10649 Illustration: Sabrina WegererI would like to pitch this idea I have for a movie. Von DENICE BOURBON]]> Illustration: Sabrina Wegerer

I would like to pitch this idea I have for a movie. Let me know what you think!
So: We’re in a luxury rental house on a Mediterranean island. Although it’s expensive, the interior looks cheap and generic. We see two men and a woman. The men are excited in a way that reminds you of drunken pubescent boys pumped up on their freshly produced testosterone. The woman looks lethargic. We very soon realise that one of the men is Austria’s vice chancellor and he is in the middle of trying to sell his country to Russia. The younger man is his prince and drilled successor, and with the air of an overly excited puppy, he plays gun charades to illustrate which companies have illegally donated money to the neo-fascist party. Both men are jacked up on cocaine.
The over-the-top masculinity that they are performing turns grotesque, like a parody of themselves. We do not see the other people in the picture, the buyer of Austria, a young, beautiful, wealthy niece of a Russian oligarch, and her translator. But we know that they are there, and we know that she is beautiful, because the vice chancellor keeps pointing this out to his faithful partner in crime. His words are profane and tacky. It sounds like lines from a really cheap pornographic clip. Then comes a drastic cut. What we see now is a press conference in which the vice chancellor portrays himself as a victim and his Sancho Panza, who’s in panic, claims he was drugged by an infamous substance often used for date rapes. The viewer gets confused. What the hell really went on in that house after the cut? How far did the situation escalate? Next scene: the streets of Vienna. Tens of thousands of people are cheering out of happiness, they are finally free from the evil oppressors. A big red bus glides into the picture. On its roof are the 90’s Eurotrash pop-act Vengaboys, singing the song of the Austrian Revolution. Fade out. To be continued. What the fuck will happen next???

Denice doubts that anyone will buy her script. The story is just too unbelievable.

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satira: Oh, You Think This Is Absurd? https://ansch.4lima.de/satira-oh-you-think-this-is-absurd/ https://ansch.4lima.de/satira-oh-you-think-this-is-absurd/#respond Fri, 01 Feb 2019 11:14:39 +0000 https://www.anschlaege.at/feminismus/?p=10180 Illustration: Sabrina WegererThis whole society has really gone too far. Von DENICE BOURBON]]> Illustration: Sabrina Wegerer

Remember when Hilary Clinton talked about her hot young campaign workers and told Oprah Winfrey that all you have to do is squeeze their dicks and how much they love that? Or that time when Margaret Atwood was musing about how men become completely uninteresting after reaching the age of fifty? I mean, we all know about gravity and those ball sacks dangling down to the knees. Who the hell wants to put up with that? Have you heard that Ellen is back on the comedy stage, by the way? I think that is totally okay. Because come on, spreading her legs and showing her cunt to her co-workers wasn’t really that bad. It’s not like it was rape or anything! Not like Beyoncé, who drugged her under-aged background dancers and then raped and peed on them. I think it’s great that Frank Ocean regrets that he collaborated with her. Better late than never.
Another thing that is great is that Rafael Nadal now has the official permission to wear those shorts on the tennis court. If he could only keep his temper in check a little bit better. I mean, all that yelling and anger is really not suitable for a man. Speaking of sports and aggression, did you hear that domestic violence in the UK increased by almost forty percent during the World Cup in women’s football? Yeah. Women get so frustrated if England lose that they start beating up their men. Some said that it would be good if the players and FIFA addressed this, but come on … they can’t be responsible for that, right? They are athletes, not politicians! And it is hard to be a woman these days. It’s not strange that some women get frustrated when men don’t show them the respect that they deserve. I mean, there you go, buying those dicks flowers and taking them out to dinner and everything, and then they won’t even lick you!
This whole society has really gone too far. If a woman tells a guy that he’s pretty when he smiles or if she just accidentally brushes up against him on the street, they start screaming harassment. As if we wanted to fuck those ugly assholes anyways. They should be happy when they get a compliment!

 

Denice thinks that there should be a law that says that everybody has to read Gerd Brantenberg’s ‘Egalia’s Daughters’. She also thinks it’s both terrifying and tiring that it was written 42 whole years ago.

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