an.schläge 2018 – an.schläge – Das feministische Magazin https://ansch.4lima.de Sun, 13 Oct 2019 11:11:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://ansch.4lima.de/wp-content/uploads/2024/10/cropped-favicon-32x32.png an.schläge 2018 – an.schläge – Das feministische Magazin https://ansch.4lima.de 32 32 an.künden: Zeichensetzung https://ansch.4lima.de/an-kuenden-zeichensetzung/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-zeichensetzung/#respond Thu, 22 Nov 2018 23:45:32 +0000 https://www.anschlaege.at/feminismus/?p=10123 Die Signale 18 mit ihrem Workshop- und Musikprogramm steht für ein solidarisches Miteinander.]]>

Im Frühjahr 2018 haben sich mehrere Künstler*innen, Veranstalter*innen und Labelbetreiber*innen zusammengeschlossen, um gemeinsam ein gesellschaftspolitisches Zeichen für ein solidarisches Miteinander zu setzen. Mit Signale 18 haben sie nun ein Workshop- und Musikprogramm zusammengestellt, das Menschen zusammenführen und bekräftigen soll. PCCC moderiert durch den Abend mit Live-Auftritten u. a. von Шaпκa (Schapka), Christiane Rösinger, Gustav, Fauna, Femme DMC und Workshops über z. B. die Rechtsgrundlage für antirassistische Zivilcourage oder Aktionstraining für zivilen Ungehorsam.

 

19.12., 16:00: Signale 18 – Musik politisch machen
Arena, 1030 Wien, Baumgasse 80, www.arena.wien

 

Schapka © Fabian Kasper
Schapka © Fabian Kasper

 

 

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an.künden: Markttreiben https://ansch.4lima.de/an-kuenden-markttreiben/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-markttreiben/#respond Wed, 10 Oct 2018 13:18:10 +0000 https://www.anschlaege.at/feminismus/?p=10061 Das Kunstprojekt „riotgrrrl arts“ veranstaltet zum ersten Mal den „Riot grrrls* Market“ in Wien-Hernals.]]>

Das Kunstprojekt „riotgrrrl arts“ veranstaltet dieses Jahr zum ersten Mal den „Riot grrrls* Market“ in Hernals – einen Marktplatz für queer-feministische Kunst und Do-It-yourself-Kultur. Auf dem Marktplatz präsentieren diverse Künstlerinnen* u. a. Comics, Keramik, Schmuck, Kunstdrucke, Shirts, Acrylbilder, Zines und Accessoires. Als Rahmenprogramm werden riot grrrls* on stage zu sehen sein: Musik-Acts, Visual Artists und Performances sind geplant. Die Möglichkeit, am Kunstprojekt „Voulez-Vous Vulva“ teilzunehmen, und eine besondere Überraschung für die jungen riot grrrls* runden das zweitägige Programm ab.

 

23.–24.11.: Riot grrrls* Market
The Flag, 1170 Wien, Alszeile 19
www.friedhofstribuene.at

 

© flickr/Urban Isthmus
© flickr/Urban Isthmus

 

 

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an.künden: Konsenskultur https://ansch.4lima.de/an-kuenden-konsenskultur/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-konsenskultur/#respond Wed, 10 Oct 2018 13:14:10 +0000 https://www.anschlaege.at/feminismus/?p=10059 Die Ausstellung „Proudly Perverted“ gibt Einblicke in die FrauenLesben-TransInter-BDSM-Community.]]>

Die Ausstellung „Proudly Perverted“ zeigt die FrauenLesben-TransInter-BDSM-Community als lustig, laut, offen, warmherzig und zugewandt – aber auch versaut, direkt, unverblümt und heftig. Es geht zur Sache und zwar sehr, denn was eine*r will, wird klar benannt und einvernehmlich umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Menschen aus der Szene gibt die Ausstellung persönliche Einblicke, stellt 33 BDSMler*innen individuell vor und präsentiert über siebzig Exponate und Interviewausschnitte. Eintritt ab 18 Jahren.

 

bis 4.11.: „Proudly Perverted“ – Ein Blick in die FrauenLesbenTrans*
Inter* BDSM Community, Schwules Museum, 10785 Berlin, Lützowstr. 73
www.schwulesmuseum.de

 

Proudly Perverted © Venusadori
Proudly Perverted © Venusadori

 

 

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an.künden: Feminismen leben https://ansch.4lima.de/an-kuenden-feminismen-leben/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-feminismen-leben/#respond Mon, 03 Sep 2018 07:52:00 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9967 Die Feministische Sommeruni in Berlin findet unter dem Motto #frauenmachengeschichte statt.]]>

Politisch, solidarisch und doch streitbar: Die Feministische Sommeruni findet unter dem Motto #frauenmachengeschichte statt und zeigt, dass hundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts feministische Positionen unverzichtbar bleiben. In über sechzig Vorträgen, Workshops, Lesungen und Diskussionen wird es vor allem um bewegte und bewegende Frauen- und Lebensgeschichte gehen. an.schläge-Redakteurin Lea Susemichel wird auf einem Panel der „L-MAG“ zu feministischen Medien vertreten sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung online.

 

15.9.: Feministische Sommeruni
Humboldt-Universität zu Berlin Campus Mitte
10117 Berlin, Unter den Linden 6
www.feministische-sommeruni.de

 

© Feministische Sommeruni
© Feministische Sommeruni

 

 

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„Wir werden in Opposition gehen müssen“ https://ansch.4lima.de/wir-werden-in-opposition-gehen-muessen/ https://ansch.4lima.de/wir-werden-in-opposition-gehen-muessen/#respond Mon, 03 Sep 2018 07:23:54 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9958 Lena Jäger (links außen) mit dem Frauen*Volksbegehren-Team © Carl DewaldInterview: Das Frauen*Volksbegehren 2.0 rüstet sich für die Eintragungswoche im Oktober. Von BRIGITTE THEIßL]]> Lena Jäger (links außen) mit dem Frauen*Volksbegehren-Team © Carl Dewald

Von 1. bis 8. Oktober liegt das Frauen*Volksbegehren 2.0 zur Unterschrift auf. BRIGITTE THEIßL hat mit Projektleiterin LENA JÄGER über Rücktrittsforderungen, Symbolpolitik und aktivistische Zukunftspläne gesprochen.

 

an.schläge: Ihr habt Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß kürzlich zum Rücktritt aufgefordert. Wo hättet ihr euch von ihr trotz Regierungslinie mehr Engagement erwartet?

Lena Jäger: Ehrlich gesagt hätten wir uns von einer Frau, die an einer technischen Universität studiert und doziert hat, erwartet, dass sie alles versucht, um die Selbstbestimmung und Chancengleichheit von Frauen* in Österreich voranzutreiben. Das verstehen wir unter Österreich zukunftsfähig machen. Wir haben uns natürlich auch gewünscht, dass sie als Anwältin der Frauen innerhalb der Regierung auftritt.
Tatsächlich aber hat sich herausgestellt, dass Bogner-Strauß eine Bedrohung für die bisherigen Errungenschaften der Frauenbewegung darstellt. Sie liegen ihr weder am Herzen noch hat sie ihren Wert und ihre Notwendigkeit erkannt. Mich erschreckt, mit welchem Selbstverständnis sie immer von sich persönlich vollkommen unreflektiert auf alle Frauen Österreichs schließt und ernsthaft zu glauben scheint, jede könne diesen Weg gehen. Frei nach ihrem Motto: Wenn es keine staatliche Kinderbetreuung gibt, muss man halt welche zukaufen. Das ist völlig weltfremd und übertrifft unsere schlimmsten Erwartungen.
Ganz klar hätten wir von ihr mehr Engagement beim Budget erwartet. Sie hat streitlos angenommen, dass manche Ressorts wesentlich mehr Budget bekommen, während das der Frauen gekürzt wurde und weiter wird.

Selbst bei einer sehr großen Anzahl von Unterstützer_innen ist es eher unwahrscheinlich, dass die Regierung sich intensiver mit euren Forderungen auseinandersetzen wird. Schmiedet ihr schon Pläne für die Zeit danach? Soll das Frauen*Volksbegehren 2.0 eine Fixgröße in der feministischen Landschaft Österreichs werden?

Wir, die Initiator*innen, von denen ja noch immer ein großer Teil aktiv dabei ist, arbeiten zur Eintragungswoche dann zwei Jahre an diesem Projekt. Ich spüre bei manchen die Erwartungshaltung, dass wir nach der Eintragungswoche nicht von der Bildfläche verschwinden – und das werden wir auch nicht. Aber wir werden auch nicht als Gruppe so weiterarbeiten, vor allem nicht in der Intensität. Das schafft keine*r von uns.
Ich für meinen Teil werde erst einmal eine kurze Pause brauchen und mir dann aber ganz sicher überlegen, wie es mit dem, was da entstanden ist, weitergehen kann. Ich glaube, dass wir starke Bündnisse brauchen, wenn wir etwas ausrichten wollen, gerade weil unsere Forderungen mit Sicherheit nicht so umgesetzt werden, keine Einzige von ihnen.
Die Regierung sagt ja, es würde viel inhaltliche Überschneidungen geben, und die würden umgesetzt werden. Ich kann diese Überschneidungen weder mit Blick aufs Regierungsprogramm erkennen noch mit dem Gesagten. Wir werden also weiter in Opposition gehen müssen.

Aktuell gibt es aus feministischer Perspektive wenig Anlass für Optimismus: Quer durch Europa befinden sich rechte Parteien im Aufwind, die Regierung setzt auf „Arbeitszeitflexibilisierung“ statt auf die von euch geforderte Verkürzung – und hat eine Mehrheit in der Bevölkerung hinter sich. Wie motiviert ihr euch?

Ich war schon immer und bin ein sehr positiver Mensch, nicht in dem Sinne, dass ich denke, dass immer alles gut wird, dafür habe ich zu oft anderes erfahren. Vielmehr in dem Sinne, dass ich davon überzeugt bin, Dinge verändern zu können. Nicht alleine, aber eben gemeinsam mit anderen. Mein Glaube an die Frauenbewegung ist gewachsen. Feminismus ist für mich eine Antwort auf viele der Probleme, die wir momentan zu lösen haben.
Natürlich habe auch ich Angst, wenn ich gerade durch die Welt schaue und die Entwicklungen sehe. Aber genau dann sehe ich auch die verschiedensten Bewegungen der Frauen. In Spanien am Weltfrauentag, ebenso in der Türkei. In Amerika gegen Trump und in Polen für die Selbstbestimmungsrechte der Frauen über ihre Körper. Ich wünsche mir, dass wir auch so laut und sichtbar auftreten hier in Österreich.

Fragen von Migration und Asyl stehen aktuell europaweit im Zentrum politischer Debatten. Ihr habt euch dazu bisher eher wenig geäußert. Was seht ihr als „Kernthema“ des Frauen*Volksbegehrens?

Wir wurden dazu auch wenig befragt. Ich würde ganz klar sagen, dass das ein Thema des Frauen*Volksbegehrens ist. Frauen sind die größte benachteiligte Gruppe und alles andere als homogen. Viele von uns sind in der Gesellschaft mehrfachbenachteiligt, weil wir beispielsweise lesbisch sind oder eine Beeinträchtigung haben. Frauen* mit Migrationsvordergrund und asylsuchende Frauen sind massiv benachteiligt. Privilegien lassen sich nicht teilen oder aufgeben, durchaus aber reflektieren, und genau das haben wir getan. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der nicht nur Männer* und Frauen* gleichberechtigt sind, sondern in der alle gleich viel wert sind. Frauen und Menschen mit Behinderungen und LGBTIQ-Menschen müssen sich genauso selbst vertreten können wie eben Menschen mit Migrationsbiografie.
Wir haben uns klar, laut und deutlich gegen Bekleidungsvorschrift en für Frauen ausgesprochen. Die gesamte Debatte um das Kopftuch ist Symbolpolitik auf dem Rücken der Frauen, das verurteilen wir.

Im Oktober findet die Eintragungswoche statt: Welches Ziel habt ihr euch dafür gesteckt?

Ich glaube, dass die Menschen, die bei uns aktiv sind, sich ganz unterschiedliche Ziele gesteckt haben. Wir haben immer von einer quantitativen Zielsetzung abgesehen. Zum einen, weil Volksbegehren in Österreich grundsätzlich nicht die Erfolgsgeschichte haben, zum anderen aber auch, weil wir wissen, dass es heute ungemein schwer ist, mit Gleichstellungsfragen, mit Feminismus die Massen zu bewegen.
Wichtig für mich als Projektleiterin ist allerdings, welche Ziele ich stecken muss, weil sie von uns erwartet werden. Ich denke, es ist wichtig, die Zahl der bisher schon geleisteten Unterschriften mindestens zu verdoppeln, also auf etwa 500.000 Unterschriften zu kommen. Es gibt zwei Messlatten, die momentan angelegt werden. Zum einen das Frauenvolksbegehren von 1997 und zum anderen das Volksbegehren „Don‘t smoke“, das zeitgleich in Österreich stattfi ndet. „Don‘t smoke“ hat nicht die Komplexität unseres Volksbegehrens. Braucht es auch nicht. Es gibt hier eine klare Sachlage, und während wir Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten, ist das in Bezug auf das Rauchen in den vergangenen zwei Jahrzehnten umfangreich gemacht worden. Auch Rauchende wissen, dass rauchen ungesund ist, und stellen das in der Regel nicht zur Debatte. Eines meiner persönlichen Ziele ist genau das: Aufklärung betreiben.

Wie können euch Menschen jetzt noch unterstützen?

Wir können nach wie vor jede Form der Unterstützung gebrauchen. Es gibt ein klares Ziel. Wir wollen 2000 Menschen in der Eintragungswoche auf die Straßen bringen. Einfach an mitmachen@frauenvolksbegehren.at schreiben und uns verraten, wo ihr wohnt. Wir haben im September eine Menge Plakate und Karten zu verteilen, hier zählt jeder helfende Mensch. Die Euros sind bei uns auch nach wie vor sehr knapp, und deswegen freuen wir uns auch hier über jeden Einzelnen.

 

 

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an.künden: Gemeinsam https://ansch.4lima.de/an-kuenden-gemeinsam/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-gemeinsam/#respond Sun, 01 Jul 2018 16:02:22 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9897 Das dotdotdot*** bietet acht Wochen Open Air Kurzfilmfestival in Wien.]]>

Die Zehen im Gras ausstrecken, Filmzauber unter freiem Himmel genießen, sich in nächtlichen Gesprächen verlieren und im nächsten Workshop selbst aktiv werden: Das „dotdotdot“ bietet acht Wochen Open Air Kurzfilmfestival im Volkskundemuseum im 8. Wiener Bezirk. Rund um die 150 Filme gibt es Filmgespräche, Workshops, Konzerte, Partys und Interventionen im öffentlichen Raum. Außerdem wöchentlich fix im Programm: „barriereFREItage“ für gehörlose und schwerhörige Menschen und „dotdotdot 4plus“ für Menschen ab vier Jahren und alle, die gerne gemeinsam ins Kino gehen.

 

3.7.–24.8.: dotdotdot*** Open Air Kurzfilmfestival
Volkskundemuseum
1080 Wien, Laudongasse 15-19
www.dotdotdot.at

 

© Tobias Raschbacher/ dotdotdot
© Tobias Raschbacher/ dotdotdot

 

 

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an.künden: Ausstellung https://ansch.4lima.de/an-kuenden-ausstellung/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-ausstellung/#respond Sun, 01 Jul 2018 15:57:57 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9899 Im LENTOS Linz läuft eine Retrospektive der Künstlerin Nilbar Güreş.]]>

In ihren Fotografien, Collagen, Objekten und Videos setzt sich die Künstlerin Nilbar Güreş mit Klischees und gesellschaftlicher Sichtbarkeit von Frauen in unterschiedlichen kulturellen Feldern auseinander, sei es in ihrem Herkunftsland Türkei oder in Brasilien. Hintergründig bringt sie zugleich die Abwehrhaltung der westlichen Gesellschaft gegenüber den Kleidervorschriften religiös geprägter Kulturen ins Spiel. Die von Silvia Eiblmayr kuratierte Retrospektive im LENTOS Linz umfasst rund vierzig Arbeiten von 2006 bis heute, darunter vier für die Ausstellung neu entstandene Produktionen.

 

Noch bis 10.9.: Nilbar Güreş, Overhead
LENTOS Kunstmuseum Linz
4020 Linz, Ernst-Koref-Promenade 1
www.lentos.at

 

© Nilbar Güreş
© Nilbar Güreş

 

 

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an.künden: Geschichte https://ansch.4lima.de/an-kuenden-geschichte/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-geschichte/#respond Sat, 26 May 2018 14:00:55 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9754 © AEP„Feminism loaded“ ist eine Ausstellung des Arbeitskreises Emanzipation und Partnerschaft – AEP.]]> © AEP

„Feminism loaded“ ist eine Ausstellung des Arbeitskreises Emanzipation und Partnerschaft – AEP.
Geschichte und Aktualität von Frauenbewegung und Feminismus sind zentral für die Demokratisierung der Gesellschaft. Sie sind jedoch bis heute nicht im kollektiven Gedächtnis verankert – weder in Schulbüchern noch in der medialen Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund stellt die Wanderausstellung Feminism loaded zentrale Themen wie Gewalt gegen Frauen, Einkommensdiskriminierung, Pflege und Sorgearbeit, die Unterscheidung Sex-Gender und geschlechtsspezifische Rollenbilder zur Diskussion und vermittelt Denkanstöße.
Die Ausstellung wird in den Folgejahren wandern und kann von Schulen, Bildungshäusern und Kultureinrichtungen angefragt werden.

 

14.5.–13.6.: Feminism loaded
Frauenbildungsstätte Frauenhetz
Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Öffnungszeiten: Mo, Di 10:30–13:30, Do 13:00–16:00 und nach Vereinbarung
www.aep.at, felo@aep.at, www.frauenhetz.jetzt

 

© AEP
© AEP

 

 

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zeitausgleich: Wenig ausgeglichen https://ansch.4lima.de/zeitausgleich-wenig-ausgeglichen/ https://ansch.4lima.de/zeitausgleich-wenig-ausgeglichen/#respond Sat, 26 May 2018 13:11:59 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9744 © Sabrina WegererDie Flexibilität des Gleitzeitmodells. Von ANNA HERZ]]> © Sabrina Wegerer

arbeitsfragen in allen lebenslagen

 

Zeitausgleich. Schönes Thema. In meinem Brot-Job arbeiten wir im Gleitzeitmodell, wir können also an einzelnen Tagen Mehrstunden machen, die wir an anderen Tagen über „Zeitausgleich“ wieder zurückholen. Das Modell hat Vorteile. Ich bin nicht nur Teilzeit-Angestellte, sondern auch Teilzeit-Alleinerziehende. Drei Tage die Woche muss ich nach der Arbeit gleich in den Hort hasten, um das Kind abzuholen. Das Kind ist nicht gern im Hort. Darum bemühe ich mich, möglichst früh zu hasten. Das Kind weiß, dass ich ein bisschen flexibel bin in der Arbeit, und fordert die Mehrzeit auch selbstbewusst ein. Ich verbrauche also Mehrstunden aus meinen zwei langen Arbeitstagen für den Zeitausgleich an den drei kurzen Tagen. Wofür ich den Zeitausgleich sonst noch brauche: Elternsprechtage, Adventkonzert in der Schule, Familienausflug im Hort und so weiter und so weiter. De facto kämpfe ich (gegen meine eigene Erschöpfung) um jede halbe Stunde, die ich an langen Tagen mehr arbeiten kann, weil ich weiß, dass ich die Mehrstunden brauche. Die Flexibilität des Zeitausgleich-Modells macht es mir überhaupt erst möglich, trotz Betreuungspflichten doch relativ viele Stunden zu arbeiten. Zeitausgleich ist doch was Schönes. Ausgeglichener macht er mich aber nicht. Ich bin die flexible Komponente in diesem System. Ich reagiere flexibel auf Schulveranstaltungen, springe flexibel ein, wenn der Vater ausfällt und sowieso fast immer, wenn das Kind krank ist. Ganz flexibel schieb ich Termine herum und kümmere mich um Ersatzbetreuung, wenn dann doch mal mehr zu arbeiten ist. Das sind dann Mehrstunden selbstverständlich, für die es 1:1 Zeitausgleich gibt, keine höher bewerteten Überstunden. Ganz flexibel arbeite ich schon im Jänner stundenlang an einem Plan für die neun Wochen schulfrei im Sommer. Trotz aller Vorteile: An manchen Tagen wünsch ich mir einen vollbezahlten Vollzeit-Job mit starren Arbeitszeiten und eine Familie und Schule, die sich darauf einstellen, dass ich pünktlich gehe. Oder vielleicht auch mal länger bleibe und Überstunden mache, so mit Überbezahlung. Und damit nehme ich mir dann echten Zeitausgleich und buche ein Wochenende im Wellness-Hotel.

 

Anna Herz ist kurzfristig als Gastautorin eingesprungen, flexibel sein hat sie ja gelernt.

 

© Sabrina Wegerer
© Sabrina Wegerer

 

 

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an.künden: Begeisterung https://ansch.4lima.de/an-kuenden-begeisterung/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-begeisterung/#respond Wed, 25 Apr 2018 11:04:44 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9642 Dives © Tina Bauerpink noise Girls Rock Camp Konzertgala in Wien.]]> Dives © Tina Bauer

Im August findet das nächste pink noise Girls Rock Camp unter dem Motto „on screen“ statt. Musikbegeisterte Mädchen* und junge Frauen* können sich eine Woche kritisch mit dem Format Video auseinandersetzen und die unterschiedlichen Rollen vor und hinter der Kamera kennenlernen. Einsicht in das Programm sowie Anmeldungen sind ab jetzt über die Website möglich. Im Mai gibt es eine Konzertgala zur Campfinanzierung mit ehemals beim Girls Rock Camp gegründeten Bands, u. a. sind das Dives (Bild), Aivery und Generation Teenietus

 

30.5., 20:00–1:00: pink noise Girls Rock Camp Konzertgala
B72, Hernalser Gürtelbogen 72-73, 1080 Wien

8.8.–14.8.: Girls Rock Camp
2020 Hollabrunn
Anmeldung: www.girlsrock.at

 

Dives © Tina Bauer
Dives © Tina Bauer

 

 

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an.künden: Unterstützung https://ansch.4lima.de/an-kuenden-unterstuetzung/ https://ansch.4lima.de/an-kuenden-unterstuetzung/#respond Wed, 25 Apr 2018 10:59:11 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9644 © Bettina FrenzelMenschenkette für Frauen*rechte in Wien.]]> © Bettina Frenzel

Feministische Solidarität statt rechter Hetze! Um u. a. gegen die Sozialabbau-Pläne der türkis-blauen Koalition zu demonstrieren, die vor allem Frauen* hart treffen, organisiert die Plattform 20000 Frauen in Wien eine Menschenkette für Frauen*rechte. So soll ein starkes feministisches Zeichen gesetzt werden. Es werden noch Ordnerinnen gesucht, die beim Schließen der Menschenkette helfen.

 

26.5., 16:00: Menschenkette für Frauen*rechte, Wien
acht Treffpunkte um 14:30: Oper, Volkstheater, Schottentor, Schottenring, Schwedenplatz, Urania, Stubentor, Schwarzenbergplatz
Infos und Anmeldung: www.zwanzigtausendfrauen.at

 

© Bettina Frenzel
© Bettina Frenzel

 

 

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Wiener Herzlichkeit https://ansch.4lima.de/wiener-herzlichkeit/ https://ansch.4lima.de/wiener-herzlichkeit/#respond Thu, 22 Mar 2018 12:03:12 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9603 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Als ich 2013 bei an.schläge als dritte bezahlte Redakteurin im Bunde startete, wurde das Do-it-yourself-Prinzip noch in vielerlei Hinsicht hochgehalten. Sämtliche Redakteurinnen und einige Freiwillige schnürten regelmäßig die frisch gedruckten an.schläge-Ausgaben zu Paketen und klebten Hunderte Adresssticker auf die Rückseiten. Die anschließend herbeigerufenen Taxifahrer standen meist mit offenem Mund vor dem Berg Zeitschriften, den wir zu zweit im Laufschritt ins Auto hievten, bevor der Fahrer wieder die Flucht ergreifen konnte (ein ordentliches Trinkgeld war natürlich vorgesehen!). Fünf Jahre später haben wir glücklicherweise so viele Abonnent_innen, dass ein Auto für die Lieferung zu klein wäre, geblieben ist die Post des Grauens, die wir nun gemeinsam mit dem Fahrer der Druckerei (im Kleinlaster!) ansteuern. Was Wiener Herzlichkeit bedeutet, lernten meine wechselnden deutschen Kolleginnen stets in dieser Filiale kennen. „Na servas, de scho wieda“, schallte es einem dort entgegen, die endlosen Diskussionen darüber, ob der Kalender nun als Eigenbeilage abgerechnet werden darf oder nicht und ob jedes Heft wirklich exakt gleich schwer ist, haben redaktionsintern mittlerweile Kultstatus. Auch mit willkürlichen Regeländerungen halten uns die Mitarbeiter_innen gerne auf Trab: Mal muss die Auslandslieferung auf den Wagen im Hof, mal darf sie das auf keinen Fall. Immerhin: Die gemeinsamen Posterlebnisse schweißen zusammen. Für meine ehemalige Kollegin und mich war der freitägliche Versandhorror eine willkommene Gelegenheit für Cappuccino und Croissant im schicken Café nebenan, die schaurig-lustigen Geschichten erzählen wir uns heute noch. Den Post-Job habe ich mittlerweile (mit schlechtem Gewissen) an meine neue Kollegin übergeben – die den Wiener Postler_innen bereits das Fürchten lehrt.

 

Brigitte Theißl ist seit 2013 angestellte an.schläge-Redakteurin.

 

 

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„Super!“ https://ansch.4lima.de/super/ https://ansch.4lima.de/super/#respond Thu, 22 Mar 2018 12:01:55 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9600 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Arbeiten in der Nacht und am Wochenende – im Job als leitende Redakteurin leider keine Seltenheit. Manchmal saß ich sogar aus freien Stücken feiertags im an.schläge-Büro, um der Hektik des üblichen Tagesgeschäfts zu entkommen. Das Gute daran: Man lernte jene Menschen kennen, mit denen man denselben Arbeitsort teilt, die man aber während der „Normalarbeitszeiten“ nur selten zu sehen kriegt. Wie zum Beispiel die Reinigungsfrau.
Als ich wieder mal einen Sonntag hinter dem Redaktionscomputer verbrachte, steckte eine ältere weiße Frau verwundert den Kopf durch die Tür. „Arbeitest du hier?“, fragte sie mit starkem osteuropäischen Akzent. Ich wackelte mit dem Kopf. „Was machst du?“, legte sie neugierig nach. „Ich bin Redakteurin bei der Zeitschrift.“ Sie nickte anerkennend: „Super!“ Dann mussten wir beide lachen.
Obwohl wir aus unterschiedlichen Generationen und Klassenhintergründen kamen, teilten sie und ich ein Wissen: dass es für „Migrantinnen“ in Österreich nicht selbstverständlich ist, Medien mitzugestalten und als Medienmacherinnen aufzutreten. Mit einer kleinen Geste zeigte mir diese Frau eine Form der Anerkennung und Solidarität, die ich im Redaktionsalltag leider oft vermisst habe: Ich war die erste – und bin bis heute die einzige – Person of Color, die als verantwortende Redakteurin bei an.schläge dabei war. Hoffentlich nicht die letzte!

 

Vina Yun war (mit Unterbrechungen) von 2009 bis 2013 leitende Redakteurin.

 

 

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Die 80er im Frauenturm https://ansch.4lima.de/die-80er-im-frauenturm/ https://ansch.4lima.de/die-80er-im-frauenturm/#respond Thu, 22 Mar 2018 12:00:34 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9598 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Ich bin 1984 zu an.schläge gekommen, da waren gerade mal die ersten zwei Hefte draußen. Die Redaktion war im Frauenturm im WUK. Wir waren eine lustige und produktive Gruppe. Ich habe damals bei der Justiz als Sozialarbeiterin gearbeitet, wollte aber ausschließlich für die an.schläge arbeiten. Es gab damals eine Förderschiene des AMS, die Aktion 8.000, und es war alles beschlossene Sache – auch mit der damaligen Frauenministerin Johanna Dohnal. Ich habe meinen Job bei der Justiz gekündigt und dann gab es plötzlich doch kein Geld mehr für die Aktion 8.000. Ich bin trotzdem bei an.schläge geblieben.
Damals waren wir monatlich bei Johanna Dohnal, es gab engen Kontakt zum Frauenministerium. Ich war sogar mit einer zweiten Frau bei der Sozial-Enquete gegen Sozialabbau dabei. Wir haben eine Rede vor der versammelten Regierung gehalten – das war aufregend. Marlies Flemming war damals ÖVP-Familienministerin und sie stand nach unserer Rede auf, kam zum Mikrofon und rief: „Ihr Männer wisst immer noch nicht, was wir Frauen wollen und brauchen“ – oder so ähnlich. Sie hat uns dann ins Ministerium zum Reden eingeladen. Danach bekamen wir auch vom Familienministerium Geld.
Es war eine andere Zeit. Ich kann mich gut daran erinnern, als wir ein Telefon bekommen haben – welche Aufregung und Erleichterung das war! Und dann kam unser erster Computer – eine Sensation. Und die Diskussionen im Frauenplenum, etwa weil es damals nur einen männlichen Telefontechniker gab – und es durfte ja kein Mann in den Frauenturm.

 

Lore Dullnigg/Redakteurin 1984-1989

 

 

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„Ihr seid auf der Liste“ https://ansch.4lima.de/ihr-seid-auf-der-liste/ https://ansch.4lima.de/ihr-seid-auf-der-liste/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:59:31 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9596 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Als zur Jahrtausendwende die erste ÖVP/FPÖ-Koalition fixiert wurde, war die Stimmung ziemlich am Tiefpunkt, denn allen war klar, dass diese rechte Koalition auch dem Feminismus nichts Gutes bringen würde.
Als Elisabeth Sickl als FPÖ-Frauenministerin angelobt war – genau genommen war sie Sozialministerin und die Frauen waren mitgemeint –, ging es für viele Frauenvereine ums Überleben. Ein Frauenverein hat es nach viel Überzeugungsarbeit geschafft, einen persönlichen Termin bei der Ministerin zu bekommen. Bei dem Termin sind aber dann viele andere Vereine mit aufmarschiert, denn diese Gelegenheit haben wir uns nicht nehmen lassen, Frau Sickl zu zeigen, wie groß die feministische Szene ist. Sie hat sich zu der mündlichen Zusage hinreißen lassen, dass alle Förderungen wie bisher weiterlaufen. Die Sektionschefin im Hintergrund wurde ganz blass.
In den nächsten Jahren wurde es aber immer grauslicher. Sickl wurde bald abgelöst und unter „Frauenminister“ Herbert Haupt haben u. a. die an.schläge keine Förderungen mehr erhalten. Und dann kam der Untersuchungsausschuss. Das parlamentarische Kontrollinstrument wurde von Schwarz-Blau zur Waffe gegen kritische, linke Stimmen. Offiziell sollte die Vergabepraxis des ehemaligen SPÖ-Sozialministeriums an über 200 Vereine, darunter vierzig Frauenvereine, geprüft werden. Die Angst ging um, erste Erzählungen aus den stundenlangen Befragungen machten klar, dass es hier um Einschüchterung und persönliche Erniedrigung ging. „Ihr seid auf der Liste, bereitet euch vor“, wurde geflüstert. Erste Termine im Frühjahr 2002 zeigten, wie absurd die Anschuldigungen waren: Nur Frauen in der Redaktion, verstößt das nicht gegen das Gleichbehandlungsgesetz? In den Vereinsstatuten steht, dass feministische und lesbische Uotpien verfolgt werden – das klingt aber gefährlich … Die Befragungen sollten im Herbst weitergehen, aber vorher platzte die Koalition.
Aber wie oft in Krisenzeiten: Gerade wenn die Luft dünner wird, wächst auch der feministische Widerstand. Zu den vielen Initiativen dieser Zeit zählte die Erstellung des feministischen Regierungsprogramms und der Verband feministischer Medien, den wir gemeinsam mit anderen Medien gegründet haben. Es gibt ihn mittlerweile nicht mehr, aber eine Zeit lang waren dieser Zusammenhalt und das „Wir sind nicht allein“-Gefühl sehr wichtig – überlebenswichtig.

 

Angela Heissenberger/Redakteurin 1995-2002, Verena Fabris/Redakteurin 1999-2006 und Gabi Horak/seit 1998 in der Redaktion

 

 

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(K)ein Foto für mich https://ansch.4lima.de/kein-foto-fuer-mich/ https://ansch.4lima.de/kein-foto-fuer-mich/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:58:21 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9594 © Carolina Frank, carolinafrank.netEine an.schläge-Anekdote von FIONA SARA SCHMIDT]]> © Carolina Frank, carolinafrank.net

Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Dass Bildredaktion zwar „total interessant“, aber absolut kein Spaß ist, wusste ich nach der ersten an.schläge-Produktion als Praktikantin. Habt ihr euch auch schon oft darüber geärgert, dass in Zeitungen die Bildauswahl so einfallslos ist? Und wie seltsam manche Meldungen in an.schläge bebildert sind? Die Mainstream-Medien haben eine Bilddatenbank und Zeitdruck, wir haben Flickr, Creative Commons, Sehnenscheidenentzündung vom Weiterklicken und Heulkrämpfe (weil auch Zeitdruck).
Zu schlecht aufgelöst, das ist ein Agenturfoto – keine Chance auf die Rechte, zu fad, schon wieder ein trauriges Demo-Transpi, nicht schon wieder, das sauft beim Schwarz-Weiß-Druck ab, das sieht unprofessionell aus, wie oft habe ich all das in fast zehn Jahren gehört und selbst zu entnervten Praktikantinnen gesagt! Zahlen können wir übrigens auch fast nix.
Und wie beglückend ist es noch heute, wenn man ein wunderschönes Coverfoto ergattert. Zachary Hunt ist eigentlich Hochzeitsfotograf in Austin/Texas und ich würde ihn wegen des coolen Porträts von der Bikerin mit Tina-Turner-Shirt sofort für meine Hochzeit einfliegen lassen. Er hat unser Cover „Feminismus & Fahrradliebe“ (2012) sogar heute noch auf seiner Website!
Grace Kim, eine Überlebende aus der Fotoserie „Live Through This“ von Dese’Rae Stage, die den „Suizid“-Schwerpunkt (2014) bebilderte, schrieb mir nach Monaten ein Mail auf meine Anfrage und berichtete von ihrem* tollen Suizid-Präventionsprojekt, das LGBTQIA-Teenager unterstützt.
Mama und Tochter mit den roten Rollkragenpullis, den dicken Brillen und den Minipli-Dauerwellen für den Schwerpunkt „Mama“ (2016) entdeckten wir auf AwkwardFamilyPhotos.com und ich schickte es den Kolleginnen zuerst nur zum Scherz. Es dauerte einige Zeit, bis ich die Adresse der Tochter herausfand, sie müsste ihre Eltern fragen – der Vater hatte das Foto gemacht und manche Reaktionen wären nicht besonders nett. Ich konnte die Familie schließlich von unserem Magazin überzeugen und wir bekamen das Bild. Eine Leserin kritisierte, wir würden uns damit über Kurzsichtige lustig machen. Ich schwöre auf meine fünf Dioptrien, wir fanden die beiden einfach nur super!

 

Fiona Sara Schmidt, kam 2009 als Praktikantin und war von 2014 bis 2017 leitende Redakteurin.

 

© Carolina Frank, carolinafrank.net
© Carolina Frank

 

 

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Von Müttern, Lesben und Männern in Röcken https://ansch.4lima.de/von-muettern-lesben-und-maennern-in-roecken/ https://ansch.4lima.de/von-muettern-lesben-und-maennern-in-roecken/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:56:58 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9592 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

„Wie wäre es mit einem Artikel über Väterkarenz?“ Dieser Vorschlag von Gabi Ende der 1990er war ein Tabubruch und hat stundenlange Diskussionen in der Redaktionssitzung nach sich gezogen.
Ein Artikel über Männer? Ist das feministisch genug? Aber wir fordern ja Beteiligung an der Kinderbetreuung, warum dann nicht auch darüber berichten? Der Artikel wurde schließlich veröffentlicht und das war gut so. Es ist eines von vielen Beispielen, wie sich im Laufe der Jahre, in der Auseinandersetzung miteinander und mit unseren Lebensrealitäten, die Themenpalette der an.schläge verändert und erweitert hat. Zu Gründungszeiten war der feministische Aktivismus noch großteils lesbisch, Ausläufer der „Können-Heteras-überhaupt-feministisch-sein“-Diskussionen der 1970er-Jahre waren spürbar. Die erste Frau mit Kinderbetreuungspflichten – auch „Mutter“ genannt 😉 – im Redaktionsteam war eine Innovation. Kurze Zeit später wurde Angela als erste Redakteurin schwanger. Das hatte massive Auswirkungen auf die Produktionsbedingungen, denn damals war eine Redaktionssitzung ohne dicken Qualm von Dutzenden Zigaretten undenkbar. Plötzlich herrschte Rauchverbot und die Frauen gingen während der Sitzung einzeln und nacheinander zum offenen Fenster, um hinaus zu qualmen. Wir haben uns auch daran gewöhnt. Die neuen Erfahrungen haben auch die Inhalte der an.schläge verändert: Es gab eine Mutter-Glosse (das legendäre „Heimspiel“) und mehr und mehr Familien-Themen. Die erste Geschichte über Transgender-Personen hat intern wie extern für Diskussionen gesorgt („Das sind doch Männer im Rock!“). Doch auch dieser Skandal war wichtig. Heute wird kein einziges Heft geplant ohne das ehrliche Bemühen, die vielen Perspektiven von Geschlecht und Identität, Mütter, LGBTIQ, People of Color und alles mit Blick auf Intersektionalität und class trouble zu berücksichtigen. Dagegen war der Kampf für die Väterkarenz ein Kinderspiel. Ach ja, und die Redaktionsräume sind selbstverständlich seit Jahren rauchfrei.

 

Angela Heissenberger/Redakteurin 1995-2002, Verena Fabris/Redakteurin 1999-2006 und Gabi Horak/seit 1998 in der Redaktion

 

 

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Hundstrümmerl & Steppensalbei https://ansch.4lima.de/hundstruemmerl-steppensalbei/ https://ansch.4lima.de/hundstruemmerl-steppensalbei/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:55:08 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9590 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Gut erinnere ich mich noch an den Tag des Hürdenlaufs. Mit dem 1,60 Meter großen Papp-Schneckerl1 im Arm bin ich durch halb Wien gefahren, er sollte an unserem an.schläge-Frauenlauf teilnehmen. Dieser Hürdenlauf fand zum Frauentag 2006 im Niemandsland zwischen Margaretengürtel und Gaudenzdorfergürtel neben Hundstrümmerl und Steppensalbei statt. Er wurde für an.schläge-tv gefilmt und bei Okto ausgestrahlt. Teilnehmerinnen des exklusiven Parcours gegen die gläserne Decke waren Redakteurinnen, Praktikantinnen, Freundinnen und Bekannte. Eine Horde junger Frauen und eine Hündin, die mit Feuereifer über Hürden springen. Mit im Gepäck allerhand Belastendes wie z. B. Staubsauger, Kinder – oder eben einen Mann (Schneckerl; Anm. Herbert Prohaska (*8. August 1955 in Wien), genannt „Schneckerl“ (wienerisch für seine in der Jugendzeit üppige Lockenpracht), ist ein ehemaliger auch international erfolgreicher österreichischer Fußballspieler). Zudem eine als Zirkusdirektion getarnte Moderatorin, deren Megafondurchsagen durch die Stadtwildnis hallen. Es entstand ein tonmäßig durch und durch übersteuertes filmisches Zeitdokument. Wenn ich an den Aktionismus an diesem grauen Märztag zurückdenke, muss ich immer schmunzeln. Eine Hürde zu überspringen, hat mir noch nie so viel Spaß gemacht.
Besonders lustig war es auch, als wir für unseren an.schläge-tv-Trailer mit einem roten Ball den Kopf vom Goethedenkmal im 1. Bezirk beschossen. Eine TouristInnengruppe schaute interessiert zu und ehe wir uns versahen, schnappten sich einige den Ball und begannen ebenfalls auf Goethes Kopf zu zielen.

 

Saskya Rudigier war von 2005 bis 2009 leitende Redakteurin und machte bis 2012 an.schläge-tv.

 

 

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Schwitzhüttenrituale https://ansch.4lima.de/schwitzhuettenrituale/ https://ansch.4lima.de/schwitzhuettenrituale/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:53:36 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9587 © Carolina Frank, carolinafrank.netEine an.schläge-Anekdote von LEA SUSEMICHEL]]> © Carolina Frank, carolinafrank.net

Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

„Mittwoch ist Sitzung, kannst vorbeikommen“, wurde mir barsch beschieden. Ich hatte meinen ganzen Mut zusammengenommen und noch einmal angerufen, nachdem der Job für die an.schläge-Anzeigen-Aquise schon vergeben war: Ob ich vielleicht sonst irgendwie mitmachen könne?
Ein Bier musste ich vorher vor Aufregung trinken und war trotzdem schwitzig und zittrig, als ich an einem Mittwoch vor ungefähr fünfzehn Jahren Richtung Redaktion loszog – einer der großen Lieben meines Lebens entgegen.
Die Anzeigen-Aquise habe ich wenig später doch noch gemacht, niemand blieb lange bei der Stange („Wiiieee heißt die Zeitschrift, sagen Sie?“), wie so ziemlich alles andere im Laufe der Zeit auch irgendwann einmal, die Homepage mit HTML-Code-Gefitzel, die Grafik oder die Terminankündigungen etwa. Damals, als es im Netz außer „Konnys Lesbenseiten“ noch nicht viel gab, bedeutete das, sich stundenlang durch Berge von Flyern und Foldern wühlen zu müssen und am Ende nicht viel mehr als das schamanische Schwitzhüttenritual eines Frauenzentrums und den VHS-Beckenbodenkurs zusammenzukriegen.
Bald übernahm ich auch Koordinierende Redaktion, wie die Leitende Redaktion damals noch hieß, bevor wir uns selbst ein paar Leistungslorbeeren zugestanden. Sechzig Stunden für kaum mehr als 600 Euro im Monat arbeitete ich dafür anfangs. Als einzigen Redaktionsrausch habe ich diese Phase in Erinnerung, jahrelang am Leben gehalten von täglich einem Stück Gemüsepizza vom Anker und einem Becher Müllers Milchreis, den vor allem meine Kollegin Saskya Rudigier so liebte. Ketterauchen bei nächtelangen inhaltlichen Diskussionen, die antifeministischen SpötterInnen Munition für Jahre geliefert hätten („Was machen wir nun mit dem Artikel über Nekrophilie als queere Praxis?“), mühevolles kollektives Erarbeiten von grafischen Änderungen (nichts wurde je so emotional diskutiert wie das Layout!) und keine Produktion ohne persönliche oder professionelle Dramen – die Grenzen waren fließend.
Es gab noch kein Webmail (oder womöglich wussten wir auch einfach noch nichts davon?!), weshalb wir oft bis spät nachts auf einen Artikel warteten oder sonntags nur zum Mail-Checken in die Redaktion fahren mussten. Dafür gab es dort einen Schlafsack für die stressige Produktionsphase, die immer bis spätestens freitagabends um 22 Uhr beendet sein musste. Dann schloss die Post am Schwedenplatz, zu der wir die CD mit den Daten für die Druckerei bringen mussten. War das vollbracht, planten wir bei einem Bier ungebrochen euphorisch und energiegeladen das Wochenende, meist verbrachten wir es mit an.schläge-tv-Videoschnitt oder der Vorbereitung für irgendeine an.schläge-Veranstaltung.
Ich möchte diese Zeiten um nichts in der Welt missen. Und bin trotzdem irre froh, dass sie sich geändert haben.

 

Lea Susemichel ist seit 2006 leitende an.schläge-Redakteurin.

 

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Ein kleines Bisschen stolz! https://ansch.4lima.de/ein-kleines-bisschen-stolz/ https://ansch.4lima.de/ein-kleines-bisschen-stolz/#respond Thu, 22 Mar 2018 11:51:05 +0000 https://anschlaege.at/feminismus/?p=9582 Eine an.schläge-Anekdote aus der an.schläge-REDAKTION

 

Das Schreiben einer an.schläge-Anekdote habe ich zugesagt. Nun sind es eher die Absurditäten, die mir in den Sinn kommen und die sich vor allem in der Zeit häuften, als wir den Versand noch selber bewerkstelligt haben. Wie froh war ich immer, wenn die Sackkarre keinen Platten hatte, wenn sich der Taxifahrer zu mehr Unterstützung überreden ließ, als nur den Kofferraum zu öffnen, wenn die Bankomatkarte funktionierte und ich nicht mitten in der Versandabwicklung noch bündelweise Geld abheben musste und – wenn es nicht regnete. Ging doch mein Blick am Versandtag beim Aufwachen regelmäßig zum Himmel.
Auch das Fest anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums im Brut fiel in diese Absurditäten-Kategorie. Erschien ich doch aus Angst, dass das eingesammelte Eintrittsgeld im Partygetümmel abhanden kommen könnte, mit der Kasse im Rucksack auf der Tanzfläche. Um nicht zu klappern, war beim Tanzen nur bescheidenes Hüftschwingen möglich.
Nicht zu vergessen, die vielen Strategien der Schreibvermeidung für diverse Artikel und Buchrezensionen. Zu Beginn noch euphorisch bei der Redaktionssitzung gemeldet, endete es meist kurz vor Redaktionsschluss mit der Suche nach möglichen glaubwürdigen Ausreden (Kind schwer krank, Fahrradunfall, Mutter im Krankenhaus …). Erstaunlicherweise kamen sie nie zur Anwendung, worauf ich ein kleines bisschen stolz bin. Wie auch dieses Mal!

 

Svenja Häfner machte von 2005 bis 2013 die Buchhaltung und Aboverwaltung der an.schläge.

 

 

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