Kommentare zu: an.sprüche: Nach den Sternen greifen https://ansch.4lima.de/an-spruche-nach-den-sternen-greifen/ Sun, 06 Sep 2020 13:23:44 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Fleur https://ansch.4lima.de/an-spruche-nach-den-sternen-greifen/#comment-551 Wed, 10 Apr 2013 12:16:47 +0000 https://anschlaege.at/?p=4026#comment-551 Ich verstehe die Befuerchtung darueber, unsichtbar gemacht zu werden, allerdings ist mir diese Sicht dann doch leider wieder zu einseitig.
Vorweg moechte ich auch sagen, dass dieser Gedanke nicht ausgereift ist und ich keinen Anspruch auf die Wahrheit lege, doch habe ich da trotzdem meine Zweifel.
Mich erinnerte dies naemlich an Aussagen, die vor einiger Zeit und leider immernoch im Hinblick auf das Gendern bei bspw. Berufen wie Arzt/Ärztin getroffen werden und wurden. Also eben diese, die sagen ‚ …warum darueber aufregen und die Sprache verkomplizieren, wenn ich mich soweit „emanzipiere“ und deswegen mit angesprochen fuehlen kann ‚
Ist es nicht auch ziemlich einseitig, sich als zB. Trans*Frau darueber zu beschweren und eben genau dann damit erstmal alle anderen Auffassungen von Gender zu ignorieren und eben damit auch wieder auszugrenzen?
Ist ein Verzicht auf das Sternchen, also nur „Mann“ oder „Frau“ zu schreiben, nicht auch wieder ein Schritt zurueck weil er damit das binaere Rollenverstaendniss wieder aufgreift und somit bestaerkt?
Soweit meine ersten Gedanken dazu, die ich einfach mitteilen wollte, da mir der Text ein bisschen auf den Magen geschlagen ist.

]]>
Von: Kim Schicklang https://ansch.4lima.de/an-spruche-nach-den-sternen-greifen/#comment-550 Tue, 02 Apr 2013 20:25:52 +0000 https://anschlaege.at/?p=4026#comment-550 Dieser Stern ist, wenn er für transsexuelle Menschen verwendet wird, einer der ausgrenzenden Unsitten dieser Tage. Mit Sternen kann man nämlich super unsichtbar machen. Dort wo L und S in LSBT ganz klar auf unterschiedliche Lebenserfahrungen bezieht und sowohl ein L und ein S gleichberechtigt sichtbar sind, werden mit Trans* alle geschlechtlichen Variationen, die es sonst noch so zu geben scheint, als ferner liefen gemeint, ohne ihnen eine gleichberechtigte Nennung im jeweiligen Kontext zu gewähren. Der * ist der Buchstabe, der als Sinnbild für die Ausgrenzung und Ungleichbehandlung geschlechtlicher Normvarianten wie transsexuellen Menschen (Menschen, die mit entgegengeschlechtlichen Körpermerkmalen geboren werden), Transgender-Personen (Menschen, die in einer entgegengeschlechtlichen Rolle leben wollen) u.s.w.

Natürlich ist der * eine praktische Angelegenheit, wenn man Menschen in der Unsichtbarkeit halten will.

Diese Ausgrenzung ist ziemlich demütigend und alles andere als etwas, worauf jemand noch stolz sein sollte. Sichtbarkeit gehört dazu, wenn es um Gleichberechtigung geht. Wer mit *en unsichtbar macht, anstatt geschlechtliche Vielfalt beim Namen zu nennen, grenzt aus und tut so, als wäre es genau das Gegenteil.

]]>