Kommentare zu: an.sage: islamophobphob https://ansch.4lima.de/an-sage-islamophobphob/ Sat, 04 Jan 2020 15:34:27 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Von: Sama Maani https://ansch.4lima.de/an-sage-islamophobphob/#comment-668 Wed, 22 Jul 2015 16:24:34 +0000 https://anschlaege.at/?p=6433#comment-668 Warum (manche) Linke über den Islam nicht reden können

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum

(Ernst Jandl)

Der obige Kommentar, gibt vor, sich auf ein Interview, das die Zeitschrift MALMOE mit mir geführt hat („Mit dem Begriff ‚Islamophobie’ gehen wir den Rassisten auf den Leim“) zu beziehen, bei dem auch mein neues Buch „Respektverweigerung. Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten – und die eigene auch nicht“ vorgestellt wurde.

Allerdings werden die im Interview, resp. im Buch vertretenen Thesen im Kommentar nicht einmal gestreift – geschweige denn, daß eine Auseinandersetzung mit diesen Thesen stattfinden würde.
Am Ende weiß die LeserIn nicht, wovon im Interview (resp. im Buch) überhaupt die Rede ist, erfährt aber, daß es „besonders dreist“ sei, sich „einen neuen, besonders differenzierten Blick auf den Islam auf die Fahnen zu schreiben“ – müßte sich also fragen, ob es demnach besser sei, beim „alten, besonders undifferenzierten Blick“ auf den Islam zu bleiben.

Vielleicht, mag die LeserIn mutmaßen, will die Kommentatorin sie aber bloß schonen, ihr das „Erschreckende“ jenes Diskurses, dem sich das Interview (resp. das Buch) verpflichtet fühlen soll, nicht zumuten – Zitat aus dem Kommentar:

„ … knüpft solch ein Diskurs doch erschreckend nahtlos an jenen rechter PopulistInnen an, die vorgeben, sich von ‚Gutmenschen’ und ihrer ‚Political Correctness’ in die Enge gedrängt, und dadurch in ihrer ‚Das wird man doch noch sagen dürfen’-Freiheit beschränkt zu fühlen“.

Weshalb sie die LeserIn darüber, welche konkreten Inhalte des Interviews (oder des Buches) denn so „erschreckend nahtlos“ am Diskurs rechter PopulistInnen anschließen, ganz im Unklaren läßt.

Sollte die LeserIn aber mutig genug – oder leichtsinnig genug – sein, das Interview (oder das Buch) selbst zu lesen, bliebe sie hinsichtlich jener „erschreckend nahtlos anschließenden“ Textstellen dennoch im Unklaren. Sie mag sich dann fragen, ob sich die Warnung der Kommentatorin vor jenem Diskurs, der „erschreckend nahtlos“ an denjenigen der Rechten anschließen soll, womöglich auf Aussagen wie die folgende bezieht:

„Die Ablehnung ‚des Islam’ durch Pegida, FPÖ und Co. ist ein Ersatzdiskurs für Rassismus. Aber der ‚Antirassist’, der den Begriff Islamophobie negativ verwendet, ist in diesem Moment selbst rassistisch, ohne es zu wollen. Wenn ich sage, die Feindschaft gegen den Islam ist rassistisch, dann sage ich damit implizit, dass der Islam unauflöslich verknüpft ist mit Menschen etwa aus der Türkei oder arabischen Ländern, jenen Menschen also, die ich vor Diskriminierung schützen will. Das zementiert den Diskurs der Rechten, statt diese falsche Verknüpfung von Herkunft und Religion aufzulösen.“

Wie auch immer. Indem die Kommentatorin die zitierte – und alle anderen inhaltlich relevanten Passagen des Interviews – schlicht unterschlägt, verfehlt sie jedenfalls nicht nur jeden inhaltlichen Bezug zum Interview. Sie verurteilt sich darüber hinaus dazu, in ihrem Kommentar, den im Interview (und in meinem Buch) analysierten und kritisierten Diskurs des linken mainstreams in exemplarischer Weise zu reproduzieren, und so die unterschlagenen, im Interview vertretenen Thesen – zu bestätigen.

Fortsetzung:

http://samamaani.blogspot.co.at/2015/07/warum-manche-linke-uber-den-islam-nicht.html

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Von: Heinrich Elsigan https://ansch.4lima.de/an-sage-islamophobphob/#comment-667 Sun, 05 Jul 2015 12:33:53 +0000 https://anschlaege.at/?p=6433#comment-667 Also bei der Islam-Kritik unteescheide ich 5 Formen
1.) Theologische Religionskritik
Gemeint ist: Vielen liberale Musliminnen und Muslimen sehen im Gegensatz zu anderen Religionen im Islam in einigen Bereichen auf theologischer Ebene Schwierigkeiten theologischer kleinerer Anpassungen an die Moderne oder gar größerer Reformen oder Fragen der Strömungen, z.B. ob alewi eher sunni oder shia näher stehen
2.) Kritik an vorwiegend von Muslimen bewohnten Staaten
Gemeint ist sharia in muslimischen Staaten und ob Restriktionen und wenn ja welche für Andersgläubige bestehen, ob es Ausnahmen nur für Schriftbesitzer (Juden, Christen) gibt oder ob Sekularismus dort Teil des Islams ist
3.) Gesellschaftliche Tendenzen der unterschiedlichen Strömungen
4.) Religiöse Pflichten
Haram – Halal – Ramadan – Freitagsgebet
Im Islam gibt es Sexual- und Ernährungstabus und familiäre Regeln,
wobei manche Strömungen das Bemühen nach Ermessen und Gegebenheiten als individuelle Anstrengung im Vorderseite sehen und andere eher absolute Regeln für die Gemeinschaft sehen
5.) Streit- & Brennpunkte mit anderen Religionen / Ideologien
Es gibt zwischen Islam und Feminismus viele Brennpunkte,
wobei hier zu beachten ist, ob es sich um radikalen Feminismus,
westlich linken Feminismus oder
islamischen Feminismus handelt (kämpfende Kurdinnen, Kopftuch als Ausdruck der islamischen Identität ’niemand zwingt mich zum Kopftuch aber niemand nimmt mir das Recht es zu tragen)

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Von: Helga https://ansch.4lima.de/an-sage-islamophobphob/#comment-666 Thu, 18 Jun 2015 13:53:10 +0000 https://anschlaege.at/?p=6433#comment-666 „dass selbst Alice Schwarzer sich inzwischen mitunter einzuräumen genötigt sieht, dass wohl nicht alle MuslimInnen misogyne DjihadistInnen sind.“

Diese Aussage ist unredlich. Alice Schwarzer hat niemals behauptet, dass „alle MuslimInnen misogyne DjihadistInnen sind“. Sie hat IMMER zwischen dem Islam als Religion und dem Islamismus als politischer (und in der Tat frauenverachtender) Bewegung unterschieden.

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